Senf – das „Superfood“ für den Darm

Erika WestAllgemein16 Comments

Senf ist reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. In der Ayurvedischen Medizin wird die heilende Wirkung von Senf schon seit tausenden von Jahren eingesetzt und es gibt kaum ein indisches Gericht, dass ohne Senfkörner auskommt.

Senfkörner wirken

  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • durchblutungsfördernd
  • verdauungsanregend
  • blutzuckerregulierend
  • schmerzlindernd bei Athritis und anderes Gelenksbeschwerden

Diese positiven Wirkungen sind aber von Senf, der im Supermarkt angeboten wird nicht zu erwarten. Die gute Nachricht ist, dass es ganz einfach ist Senf selber zu machen…hier ist mal das Grundrezept.

Zutaten

  • 70 g helle Senfkörner
  • 50 g Apfelessig (lebendig!)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1/4 TL Salz und
  • Kurkuma (für die schöne Farbe)
  • optional Honig oder Datteln zum süßen

Die Senfkörner über Nacht in Wasser einweichen. Abspülen und mit den restlichen Zutaten mixen. Fertig! Das volle Aroma entfaltet sich erst nach ein paar Tagen. Im Kühlschrank ist der Senf mehrere Wochen lang haltbar.

Variationen

Füge dem Senf frische Kräuter hinzu. Statt dem Apfelessig kannst Du auch einen Fermentsaft nehmen. Und wenn Du den Geschmack von Thymian magst, dann füge dem Senf etwas von dem frischen Kraut, einen Tropfen ätherisches Thymianöl oder einen TL Ajowan hinzu. Der Wirkstoff  Thymiol ist bekannt für seine antiseptische und antivirale Eigenschaften. Im Darm hemmt er das Wachstum von Fäulnis- und Gärungsbakterien.

Und wenn Dir mal die Zeit fehlt selber Senf zu machen. Dann schlucke vor jeder Mahlzeit 1 TL Senfkörner ohne diese zu zerkauen und trinke ein Glas Wasser nach. Ganz ähnlich wie Flohsamenschalen quellen die Senfkörner auf und fördern damit die Darmausscheidungen. 😉

Alles Liebe

Deine

16 Comments on “Senf – das „Superfood“ für den Darm”

  1. Kristina Kanaan

    Hallo Erika,
    Ich liebe Senf, danke. Ich habe ihn oft vermieden, weil es in einem PDF für basische Ernöhrung hieß: es sei nicht förderlich, bzw. mache saures Milieu.
    Stimmt das also gar nicht?
    Oder ist er nicht basisch, aber unterstützt den Darm einfach sehr gut bei der Ausscheidung?
    Oder liegt der Unterschied im Apfelessig und selbst hergestelltem Senf, gegenüber dem gekauften Senf?

    1. Erika West

      Liebe Kristina, gekaufter Senf ist meist säurebildend, da sehr viel weißer Zucker im Senf enthalten ist…beim selbst gemachten Senf sieht es je nach Zutaten anders aus, z.B. auch bei meinem Rezept. 😉 Du solltest aber nicht grundsätzlich alle Säuren meiden, denn wir brauchen sie auch…es kommt auf die Ausgewogenheit an. 😉 Liebe Grüße Erika

  2. chris

    Liebe und Behandle DEIN Gegenüber wie Dich selbst

    Hallo Erika,Du fantastisches Wesen

    Na super

    Ich bekomme schon seit Jahren e-mails von Dir.

    Ich wollte Dir schon sehr lange schreiben.
    Aber zu viel im Kopf.

    Letzte Woche hat mir mein Herz den Impuls gegeben,unbedingt Senf zu besorgen.

    Wir sollten wieder mehr aufs Hez hören.

    Dann habe ich 1Frage.
    Meinst Du,es reicht aus,den anorganischen Schwefel zu nehmen,um die Löcher im Darm zu fixen?

    Wird durch die Einnahme von anorganischen Schwefel
    das Gluckern im Magen+die Blähungen verschwinden?

    Dann kurz wegen Entsäuern mit Kaiser-Natron.
    Ist da nicht das Problem,daß dann auch der Magen basisch wird
    +dadurch die Verdauung nicht richtig funktioniert,weil die Magensäure reduziert ist?

    Würde mich MEGA auf Deine Antwort freuen.

    Alles Liebe
    Chris

    1. Erika West

      Liebe Chris,
      mit der Schwefelkur kann ein Leaky Gut Syndrom abheilen. Der Schwefel allein reicht da aber nicht aus. Es bedarf der Vorbereitung, so wie ich es in meinen Videos beschriebe. Die Entsäuerung ausschließlich mit Natron empfehle ich nicht, da Natron nur symptomatisch wirkt. Solange Du genug Abstand zu den Mahlzeiten einhältst (mind. 1, 5 Stunden) kann sich die Magensäure wieder regenerieren. Die Magensäure wird nicht reduziert, sondern durch die basische Wirkung von Natron neutralisiert…was wiederum die Verdauung beeinträchtig, wenn gleichzeitig gegessen wird.;-) Und ja, unbedingt auf Herz und Bauchgefühl hören… 😉 Liebe Grüße Erika

  3. Katharina Karin Zwing

    Liebe Frau West,
    das ist ein super Hinweis. Werde sofort in die Senfproduktion gehen. Hatte mir schon immer gedacht: Wenn die Senfglykoside in diversen Saaten krebsabwehrend sind, warum dann nicht selbst Senf machen. Ich wusste aber nicht, wie das zu bewerkstelligen ist. Danke für diesen sehr wertvollen Hinweis und das schöne Rezept. Mein Großvater war Müller und hat auch u.a. in Senfmühlen gearbeitet. Warum der Senf aus dem Supermarkt nicht mehr vollwertig ist, ist für mich kaum zu verstehen. Alles Gute für Sie, Frau West!

    1. Erika West

      Liebe Katharina, ich bin sehr glücklich darüber Ihnen nun einen Impuls für die eigene „Senfproduktion“ geben zu können…;-) Liebe Grüße Erika

    1. Erika West

      Lebendiger Apfelessig bedeutet nicht pasteurisiert. Die durch die Fermentation entstandenen Bakterien bleiben erhalten, genauso wie z.B. bei frischem Sauerkraut. 😉 Liebe Grüße Erika

  4. Siegfried Dojan

    Liebe Erika,
    Danke schön für das Senfrezept.
    Ich mag es gern etwas süßlich und gebe den Zutaten etwas Birkenzucker bei.
    Vielleicht auch Rübenkraut. Hälst du das für Verdauungskonform ?
    Lieben Gruß
    Siggi

    1. Erika West

      Lieber Siggi, ja sicherlich. Persönlich würde ich Honig bevorzugen, da er sehr gut zum Senfaroma passt und zusätzlich noch eine antibiotische Wirkung hat… 😉 Liebe Grüße Erika

  5. Christina Plankl

    Liebe Erika West,

    ist mit Fermentsaft auch selbstgemachter Kombucha gemeint?

    Danke fürs Feedback.

    Lieben Gruß
    Christina

    1. Erika West

      Ja sicher! Ganz nach Geschmack geht Kombucha oder Wasserkefir oder eben ein würziger oder pikanter Fermentsaft aus Gemüse… 😉 Liebe Grüße Erika

  6. Barbara Erdt

    Liebe Erika,
    da ich Senf sehr gerne verwende – ihn in der letzten Zeit immer wieder „vergaß“ einzukaufen – bin ich für deine Rezeptur und Erläuterung sehr dankbar. Tja, es braucht halt immer den kleinen Schubser bei mir, um die Dinge umzusetzen. Danke, den hast du mir gegeben.
    Lieber Gruß Barbara
    Schöner blog und auch so lehrreich durch die Kommentare. Klasse!!!

    1. Erika West

      Liebe Barbara, immer wieder gerne…und vielen Dank für Dein Lob! 😉 Liebe Grüße Erika

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