Karies – die Ursachen und was Du tun kannst.

Erika WestBewusstsein, Gesundheit, Rezepte26 Comments

Als Kind hatte ich sehr schlechte Zähne. So gut wie jeder Milchzahn, der mir ausgefallen ist hatte Karies und oft auch schon ein Loch. Die weit verbreitete Meinung, dass hauptsächlich der Konsum von Zucker Karies verursacht, hat damals, als ich  noch meine Milchzähne hatte zu 100 % gepasst. Aber später war das Kariesproblem so gut wie verschwunden, obwohl ich mich immer noch hauptsächlich von Süßigkeiten ernährt habe…der Konsum von Zucker, kann zu Karies beitragen, aber auch hier gibt es wie bei jedem Symptom auch seelische Ursachen…

Der seelische Ursache bei Karies und auch bei anderen Zahnproblemen liegt immer auch ein sogenannter „Beißkonflikt“ zu Grunde. Es hat damit zu tun sich gegenüber einer Autoritätsperson nicht durchsetzen oder behaupten zu können. Das daraus resultierende Gefühl der Machtlosigkeit und der Schwäche, lässt Karies entstehen. Die Autorität einer Person ist dabei rein subjektiv.

Es ist aber nicht immer so leicht der wahren seelischen Ursache auf den Grund zu kommen und die Lösung des Konflikts führt nicht automatisch dazu, dass ein beschädigter Zahn wieder ganz wird. Aber es gibt sehr wohl heilende Mittel aus der Natur, die nicht nur Karies verschwinden lassen, sondern auch kleine Löcher reparieren können. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich es wäre einfach zu schön um wahr zu sein, aber dann habe ich Gelegenheit bekommen es an mir selbst zu testen.

Bei einer Zahnreinigung wurde am Rand einer Kunststofffüllung Karies vermutet und die daraufhin erfolgte Kontrolle vom Zahnarzt hat nicht nur das bestätigt, sondern mit einem Laser konnte auch noch Karies im Frühstadium an fast allen Zähnen festgestellt werden. Bei einigen war der Wert so hoch, dass mein Zahnarzt Behandlungsbedarf  sah…aber die Vorstellung, dass in einen bisher noch unversehrten Zahn gebohrt wird, konnte ich nicht aushalten und habe um Aufschub gebeten. Ich habe mir einen Termin 10 Wochen später geben lassen, um den Zahn behandeln zu lassen, der eh schon eine sehr alte Füllung hat und im Kopf hatte ich schon einen Plan wie ich den Karies los werde… 😉

Die folgenden Wochen bis zu meinem Termin habe ich folgendes gemacht:

  1. Ich habe meine Zähne mit den Zahnpflegset von Regenbogenkreis geputzt.
  2. Habe ich meinen Mund täglich mit einer Beinwell-Mundspülung gespült.

Sonst habe ich nichts verändert. Als ich wieder bei meinem Zahnarzt war, habe ich ihn gebeten alle Zähne nochmal mit seinem Laser auf Karies zu prüfen und zu meiner Freude waren bereits nach den paar Wochen alle Werte deutlich zurück gegangen und Zähne, die beim letzten Mal noch behandlungsbedürftig waren, waren jetzt bereits unterhalb des Grenzwertes! Ein voller Erfolg, der auch meinen Zahnarzt staunen lies und der sich daraufhin erkundigte was ich denn gemacht habe… 😉

Und jetzt im Oktober, habe ich mich auf die Suche nach Beinwell gemacht und bin auch schnell fündig geworden. Beinwell findet sich oft in der Nähe von Gewässern, denn er mag es gerne feucht. Am wirksamsten sind die Wurzeln der Pflanze, die Mann/Frau am besten im Oktober ausgräbt. Die Wurzeln sind recht groß und teilweise auch sehr dick. Innen sind sie ganz hell und an der Stelle, wo sie gebrochen oder geschnitten werden, bildet sich ein klebriges und süß schmeckendes Sekret.

Der Name „Beinwell“ kommt von den Gebeinen, also den Knochen und Wallen bedeutet so viel wie heilen. Zähne bestehen aus mehreren Mineralienschichten und sind der Knochensubstanz sehr ähnlich. Daher wirkt der Beinwell sowohl bei Knochenbrüchen als auch bei kariösen Zähnen. Außerdem kann Beinwell bei allen Arten von Sportverletzungen wo Muskeln, Sehnen oder Bänder betroffen sind angewendet werden und bei Arthrose zeigen die Blätter des Beinwells, die sich sehr rau anfühlen, gute Wirkung. Da diese aber Pyrrolizidin-Alkaloide, ein natürliches Toxin, enthalten und nie ganz klar ist wieviel davon in einem Blatt ist, sollte Mann /Frau sehr vorsichtig damit sein und lieber nur ein kleines Blatt probieren…wie so oft macht die Dosis das Gift. 😉

Die schönen Blüten des Beinwells schmecken süß und können direkt von der Pflanze genascht oder in einen Salat gegeben werden.

Am wertvollsten sind jedoch die Wurzeln. Diese solltest Du vom Rest der Pflanze abtrennen und in Wasser mit einer Bürste sauber schrubben. Dann kannst Du sie gleich weiterverarbeiten…

Herstellung einer Beinwell-Mundspülung:

Zutaten für 250ml Mundspülung

  • ca. 2 EL klein geschnittene Beinwellwurzel
  • 250ml kochend heißes Wasser
  • Birkenzucker/Xylit

Lege die geschnittene Wurzel in eine Schüssel oder einen Topf und übergieße sie mit dem kochend heißen Wasser. Lasse die Wurzel für 10 Minuten ziehen und anschließend seist Du die Flüssigkeit ab. Nach Geschmack kannst Du jetzt noch Birkenzucker dazu geben und das ganze auskühlen lassen. Fertig!

Wenn Karies bereits vorhanden ist solltest Du täglich Deinen Mund 10 Minuten mit der Beinwell-Mundspülung spülen. Prophylaktisch geht es auch kürzer und unregelmäßig.

Herstellung einer Beinwell-Tinktur:

  • klein geschnittene Beinwellwurzel
  • 40%igen Wodka oder klaren Schnaps

Eine große Flasche oder ein Einmachglas ca. bis zur Hälfte mit klein geschnittener Beinwellwurzel füllen und dann mit dem Alkohol auffüllen. Das ganze bleibt dann für 4-6 Wochen bei Raumtemperatur stehen bis der Alkohol den Wirkstoff aus den Wurzeln gezogen hat. Anschließend das ganze abseien und am besten in eine (dunkle) Flasche füllen. Fertig! Wenn Du die Tinktur an einem dunklen Ort aufbewahrst, z.B. in einem Schrank, dann hält sich die Tinktur 5 Jahre und länger.

Mit der Tinktur kannst Du Umschläge bei Knochenbrüchen und anderen Verletzungen machen.

Herstellung von Beinwellwurzel-Pulver:

Die gesäuberte Beinwellwurzel in kleine Scheiben schneiden und trocknen lassen. Anschließend in einer Mühle oder Küchenmaschine zu Pulver vermahlen. Bei einer Verletzung kannst Du dann das Pulver mit etwas Leinsamen und Wasser zu einem Brei mischen, auf die Verletzung drauf geben und mit einem Tuch oder Verband verbinden.

Was ich auf jeden Fall noch ausprobieren werde, ist etwas von dem Pulver in eine selbstgemachte Zahnpasta zu geben… 😉

Alles Liebe

Deine

26 Comments on “Karies – die Ursachen und was Du tun kannst.”

    1. Erika West

      *Lach*, ja es kann sich lohnen es erst mal mit Beinwell zu versuchen. Liebe Grüße Erika

  1. Meike

    Liebe Erika, ich habe gehört, dass Beinwell die Zähne verfärbt, hast du das bei dir auch festgestellt? LG Meike

  2. Ulrike

    Echt genial,herzlichen Dank. Die Wurzel kann mann bestimmt auch klein geschnitten mit DMSO ansetzen. Das werde ich mal ausprobieren. Super dann werde ich mal nach Beinwell ausschau halten.:) LG Ulrike

    1. Erika West

      Liebe Ulrike, dass ist eine super Idee! Unbedingt ausprobieren und mir gerne Rückmeldung geben… 😉 Liebe Grüße Erika

  3. anjani claudia schröer

    Super Hinweis. Kannst Du eine Quelle nennen, wo man die frische Wurzel in guter Qualität kaufen kann. Bin so völlig unwissend mit den Pflanzen bisher, dass ich mir noch nich zutraue, sie zu identifizieren ;-). LG, Anjani

  4. Brigitte

    Ich habe mir meine Beinwellsalbe immer selbst gemacht. Diese Pflanze stand immer im Vorgarten. Aber nach einem Schnitt der Pflanze war meine Haut an den Armen völlig entzündet, so dass ich zum Arzt ging. Wir haben dann leider die Pflanze an den Rand des Gartens gesetzt. Ich denke, ich werde mich bei der Pflanze wieder öfter sehen lassen und gut mit ihr reden. Denn das Mundwasser wäre auch was für mich. Danke für deine Infos.

    1. Erika West

      Liebe Brigitte, es lohnt sich auf jeden Fall sich mit allen Pflanzen zu beschäftigen, die bei einem in unmittelbarer Nähe wachsen…denn sie sind aus einem bestimmten Grund da… 😉 Liebe Grüße Erika

  5. Doris Reichl

    Hallo liebe Erika,
    ich kann leider den Link zur selbstgemachte Zahnpasta nicht öffnen – da erscheint auch nur etwas über Öle – könntest du mir da behilftlich sein? Danke Doris

    1. Erika West

      Liebe Doris, der Link führt zu einem Artikel über ätherische Öle, wo Du aber auch ein Rezept für eine Zahnpasta findest…die ätherischen Öle geben einen guten Geschmack in das Ganze und haben individuelle Wirkungen… 😉 Liebe Grüße Erika

  6. Olga

    Liebe Erika.
    Muss es unbedingt eine frische Wurzel sein oder kann man die Spülung auch aus dem Apotheken-Pulver machen?
    Liebe Grüße Olga

    1. Erika West

      Liebe Olga, mit Pulver habe ich es noch nicht versucht. In einer guten Apotheke bekommst Du aber vielleicht auch getrocknete Wurzelstücke. Wenn Du diese dann mit kochendem Wasser übergießt sollte es auch funktionieren… 😉 Liebe Grüße Erika

  7. Maren

    Liebe Erika, vielen Dank, das hört sich ja super an. Hast du zufällig einen Tipp wie man das Ganze auch bei kleinen Kindern anwenden könnte, die noch nicht den Mund spülen können? Macht es hier vielleicht Sinn, etwas in die Zahnpasta zu geben? Mein Sohn ist drei und hat leider einen Backenzahn, der unter Beobachtung steht.
    Ich dank dir herzlich,
    Maren

    1. Erika West

      Liebe Maren, in so einem Fall könntest Du vielleicht auch ein Wattestäbchen mit der Mundspülung befeuchten und direkt auf den Zahn geben…am besten mehrmals täglich. Das mit der Zahnpasta könnte auch klappen, habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert. 😉 Liebe Grüße Erika

  8. Ruth

    Liebe Erika
    Danke für die Super-Tipps! Könnten alte Amalamfüllungen beim 10 minütigen Spülen ein Problem sein?
    Herzlichen Dank für deine Rückmeldung

    1. Erika West

      Liebe Ruth, genau kann ich es Dir nicht beantworten…mein gGefühl sagt mir, dass es kein Problem ist, da der Beinwell keine lösende oder bindende Wirkung hat. Liebe Grüße Erika

  9. Mechthild

    Liebe Erika,
    vielen herzlichen Dank für den wertvollen Tipp, der gearade zur richtigen Zeit kommt!!! 🙂
    Habe seit einigen Wochen eine kalt-heiß-Empfindlichkeit an einigen Zähnen, mache schon so einiges und könnte mir vorstellen, daß es da auch hilft!!!
    Sollte die Beinwell-Mundspülung wie angegeben 1:5 verdünnt werden oder wie hast Du es konkret gemacht???
    Vielen herzlichen Dank und ganz liebe Grüße,
    Mechthild

    1. Erika West

      Liebe Mechthild, ja auf jeden Fall ausprobieren. Die selbstgemachte Mundspülung kannst Du auch verdünnen…ich mach mal so mal so, pur schmeckt sie mit Xylit auch ganz gut. 😉 Liebe Grüße Erika

  10. Brigitte

    Moin Erika, tolles Rezept für die Zähne. Unter einer Brücke habe ich einen kariösen Zahn, der demnächst behandelt wird. Mal sehen was ich vorher noch so machen kann. Danke für deine Mühe.

  11. Christine

    Vielen lieben Dank für diesen super Tipp
    Werd ich auf jeden Fall ausprobieren
    Liebe Grüße Christine

    1. Erika West

      Liebe Christine, ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ausprobieren… 😉 Liebe Grüße Erika

  12. Brigitte

    Moin Erika, ich habe mir heute Beinwellwurzelpulver besorgt und davon eine Mundspülung hergestellt.
    Ich habe wie Brigitte oben beschrieben, unter einer Brücke einen kariösen Zahn der in drei Wochen behandelt werden soll. Mal sehen ob es auch mit der Spülung aus Pulver funktioniert. Ich habe einen TL Pulver in einem Teebeutel mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen und mehr wie 10 Min. ziehen lassen. Xylit hinein und vllt. kommen noch einige Tropfen ätherisches ÖL hinzu…..Zitrone, Orange oder Zimt ?????
    Vielen Dank für deine tollen Informationen.
    Liebe Grüße von der wunderschönen Insel Sylt……Brigitte

    1. Erika West

      Liebe Brigitte, dass hört sich doch gut an. 😉 Und ätherische Öle sind auch eine sehr gute Idee…Zimt oder Nelke und Weihrauch würden gut passen… Liebe Grüße Erika

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