Thailand – Altes Wissen -farbenfroh und so lebendig!

Erika WestGastartikel, Reise6 Comments

Für 2 Wochen hatte ich das Glück eine Rucksackreise nach Thailand zu unternehmen. Ziel war es dort die Essgewohnheiten der Menschen kennen zu lernen.

Von Tag eins bis Tag 14 habe ich überall „auf der Straße“ gegessen und mich von morgens bis abends durchgefressen. Meine ganzen Geschmacksknospen wurden endlich einmal wieder gekitzelt, es war easy vegan, oder vegetarisch zu essen, jeder Strassenverkäufer hat sich ohne Umstände auf mich eingestellt und mir das wunderbarste Essen, meist in einem kleinen Plastikbeutel serviert. Mein großer Favorite ist der Papaya Salat, aus

1 Tasse grünen Papaya geraspelt,

1-2 frischen Chillis,

1 TL gerösteten Peanuts,

2 kleinen Cocktailtomaten,

2 Knoblauchzehen ,

1 TL Cocos Blütenzucker,

2 TL Limettensaft,

2TL Tamarinden Sauce ,

1 TL getrockneten Shrimps,

2 TL Fisch Sauce,

frischen Kohlblättern,

etwas Gurken länglich geschnitten,

und 2 grünen, langen Bohnen.

Diesen aus allen 5 Elementen zusammengestellten Papaya Salat habe ich mitten in Bangkok in einer kleinen Nebenstrasse abseits vom Rummel genossen. 

Vollkommen begeistert war ich auch von der Möglichkeit im abgelegensten Teilen Thailands in jedem Einkaufs-Lädchen fermentierte, eingelegte Gemüse zu kaufen. ov_img_0566So habe ich mich täglich mit Daikon- Rettichen am Stück, oder auch geschnitten eigedeckt und meine Leber und Gallentätigkeit so richtig angeregt. Bei uns in Europa ist dieser wichtige Teil unserer Ernährung so gut wie weggefallen. Wenige Menschen wissen noch über den Schatz des Einlegens und Fermentierens bescheid.

Interessant zu sehen ist dass jetzt Wurst und Milchprodukte in Thailand angekommen sind und stark beworben werden. Es ist „in“ Würstchen am Spieß zu essen und Milch und Jogurtprodukte werden überall als etwas ganz besonderes angeboten. Das ist Globalisierung, aber leider doch ernst. Wir hier in der westlichen Welt, versuchen das „Alte Wissen“ mit den alten, wertvollen Gewohnheiten wieder zu entdecken und dort in Asien halten die neu geschaffenen, veränderten Lebensmittel ihren Einzug. Noch sind die Menschen dort schmal und zart, man fragt sich nur wie lange noch? Ich fahre sicher wieder nach Thailand schon allein um diese freundlichen, hilfsbereiten Menschen und ihr wunderbares, farbenfrohes, Essen zu genießen. Noch nie habe ich mich so gut und zufrieden gefühlt wie auf dieser Reise!

Grüße Cornelia

Cornelia Povel ist Ernährungsberaterin und freischaffende Künstlerin. Sie veranstaltet Kochseminare und Darmreinigungs -und Detox Retreats auf Ibiza.

www.nutritionismedicine.eu

6 Comments on “Thailand – Altes Wissen -farbenfroh und so lebendig!”

  1. Elisabeth Eberhard

    Liebe Cornelia,

    herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Ich selbst habe die thailändische Insel Koh Samui als meine 2. Heimat gewählt und lebe dort seit über 20 Jahren in den Wintermonaten. Bis zur asiatischen Finanzkrise 1997/98 („kreiiert“ und initiiert von Mithelfern der FED wie z. B. G. Soros) waren die Mädels durchwegs klein und superdünn (Kleidergrösse nicht über 32) , wirkend äusserst zierlich/zerbrechlich, lieblich, hatten eine unglaubliche magische Anziehungskraft, Ihr Körper wirkte rein, Ihr Herz sehr groß uvm. Nach vollzogener Finanzkrise (möglich u.a. durch „Einsatz“ des amerikanischen Rentenfonds) kam dann die „Hilfe“ des IWF’s und deren „Abgeordnete/Mithelfer“, so dass z. B. auf Koh Samui nicht nur Mac Donalds (wurde den jungen Thai’s als DAS SUPERRESTAURANT angeboten wo man hinzugehen hat, wenn man zeigen will, dass man sich was leisten kann!!!) in Chaweng eröffnet wurde sondern rund um die Insel sehr viele 7 Eleven-Geschäfte entstanden, die halt neben Toilettenpapier/Waschmittel/anderes Kleinzeug viele ungesunde Essensmittel, viel „Junk Food“ (z. B. Würstchen, extrem süße Getränke, stark gesüsste Milchprodukte, Chips) rund um die Uhr (24 Std.) anbieten, so dass es nur paar Jahre dauerte bis das Strassenbild auf Koh Samui sich extrem veränderte. Aus den wunderschönen göttlichen Wesen sind nun Menschen geworden, die ihren Körper nicht als Tempel ihrer Seele achten und wertschätzen sondern ihren Körper zu fetten Leibern machen. Nun sehe ich fast nur noch extrem übergewichtige thailändische Frauen (neben vielen übergewichtigen europäischen Urlaubern). Die einst lieblichen Geschöpfe Gottes scheinen verschwunden zu sein. Sie sind inzwischen Mangelware. Gott hat uns die Gnade gegeben hier auf Erden aus uns das Beste machen zu können. Doch was ich bemerke ist, dass Menschen mit fetten Leibern unglücklich wirken und in der Regel daher auch keine anziehende Ausstrahlung besitzen (ganz wenige Ausnahmen gibt es). Auch nehme ich wahr, dass sie lustlos sind und sich gehen lassen, eben nicht das Beste aus sich machen.

    Vor der Finanzkrise waren die Begegnungen so, dass auf der Insel Koh Samui täglich gelächelt wurde. Jeder lächelte einen an, ob Jung oder Alt, ob Babies oder Erwachsene. Nicht umsonst wurde Thailand als das Land des Lächelns bezeichnet. Doch nach der gemachten Finanzkrise veränderte sich sehr rasch auf Koh Samui die Umgangsweise. Schon die thailändischen Babies haben nicht den bekannten Babyspeck sondern viel mehr, sie sind extrem überfettet, da sie mit ca. 80% zuckerhaltigen Milchprodukten „ernährt“ werden. Eine kleine Randbemerkung zum Nachdenken: Anfang dieses Jahrhunderts wurde im Wirtschaftsteil in der Bangkok Zeitung der Hinweis gegeben, dass man sehr viel Geld mit Geld machen könne, wenn man Aktien von Firmen kaufen würde, die in Thailand Blutdruck- und Diabetesprodukte vertreiben. Ja, ja, „man“ weiss halt schon im voraus wohin die „Reise“ zu gehen hat. Die Hauptshareholders bestimmter „erfolgreicher“ Pharmafirmen haben aus bestimmten Gründen halt „Backstageinfos“, die der unbewusste Bürger eben nicht hat. Alles alles Liebe für Dich herzige Cornelia von Elisabeth Eberhard. Du findest mich auf Facebook und auch in der Mindheart-Community. Ich danke Dir herzlich für Deinen Einsatz zum Wohle der Schöpfung Gottes.

  2. Cornelia Povel

    Liebe Elisabeth,
    Danke für deinen Beitrag woraus ich entnehmen kann welches Glück ich hatte an noch wenig von der Globalisierung erreichte Orte zu reisen und das zu finden wonach ich gesucht habe.
    Ich wünsche mir dass wir global unser Wissen verbinden werden und in Selbstverantwortung für unser Leben und für unseren Körper kommen. Es grüßt dich herzlich Cornelia

  3. Ingrid Merker

    Liebe Gesundheitsfreunde,

    meine Erfahrungen aus früheren Dekaden bei meinen Reisen nach u.a. Panama, Jamaica und vor allem der Dom Rep. haben mich bei vorwiegender Ernährung auf der Straße und der Beobachtung der Eßgewohnheiten, die leider schon damals stark US-geprägt in den Tourististenorten waren im Gegensatz zu ländlichen Gebieten stark beeindruckt. z.B. die Servierung von Essen auf Bananenblättern zeigt, es geht auch ohne Plastik, je ärmer und naturverbundener die Menschen desto glücklicher und gastfreundschaftlicher. Erholt kam ich jedesmal aus dem Urlaub zurück und inspiriert mit wie wenig Konsumgütern es sich gut und gesund leben läßt.

  4. Cornelia Povel

    Liebe Ingrid
    ja das wäre wirklich ein Wunschdenken, wenn wir wieder auf einfache, ursprüngliche Möglichkeiten des Essens zurückkehren könnten.
    Ich denke jeder kann da nur bei sich anfangen und global einen kleinen
    Beitrag leisten und das jeden Tag auf´s Neue.
    Täglich lese ich von neuen Möglichkeiten Plastik mehr und mehr zu reduzieren.
    Ich glaube an das Gute im Menschen und daß dies geschieht.
    Herzlich
    Cornelia

  5. Cornelia Povel

    Liebe Christiane
    als ich deine Frage zum ersten Mal gelesen habe, hatte ich sie leider nicht verstanden. Heute denke ich aber schon, du gehst auf das Foto ein.
    Diese junge Frau saß in Bangkok inmitten der Hochhäuser am Bordstein, der
    Verkehr war immens. Sie hatte sich diese Handschuhe und den Mundschutz angezogen, ich denke um ihre saubere Arbeitsweise zu zeigen. Zur Bezahlung hat sie übrigens diese Handschuhe ausgezogen. Mir hat ihr grüner Papayasalat, den sie jeweils frisch für jeden einzelnen Kunden zubereitete wunderbar geschmeckt.
    Herzlich
    Cornelia

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