Apfelpektin – das ideale Futter für Deine Darmbakterien! ;-)

Erika WestAllgemein, Gesundheit, Rezepte20 Comments

„An apple a day keeps the doktor away!“ , ist nicht nur so ein Spruch, sondern es ist viel wahres dran. Denn Äpfeln sind gut für den Darm und fördern eine gute Verdauung. Verantwortlich dafür sind Pektine, die vor allen in der Schale, im Kerngehäuse und in den Kernen selbst stecken. Pektine sind Ballaststoffe, die zwar den Menschen nicht als Nahrung dienen, aber dafür unseren Darmbewohnern, den Darmbakterien. Wer also ausnahmslos jeden Tag einen Apfel ist und zwar ganz, also mit Schale und Kerngehäuse und Kernen, der tut seinem Darm gutes und damit auch seiner Gesundheit.

Mann/Frau muss den Apfel aber nicht immer als Ganzes roh essen, um an das Pektin ran zu kommen. Egal auf welche Weise Äpfel verarbeitet werden, solange zumindest die Schale dran bleibt, ist auch Pektin enthalten. Jetzt ist zum Beispiel die ideale Zeit, um Apfelmus zu kochen. Besonders Kinder mögen gerne Apfelmus und es ist der ideale Ersatz, um beim backen die Eier zu ersetzen… 😉

Apfelmus selber machen dauert weniger als 15 Minuten! Du brauchst dafür nur Äpfel, Wasser und Zimt.

So gehts…

  • schneide die Äpfel in kleine Stücke (mit Schale, Kerngehäuse und Kernen)
  • die geschnittenen Äpfel gibst Du in einen Topf und füllst diesen bis zu einem Drittel der Apfelmenge mit Wasser
  • nach belieben etwas Zimt darüber streuen (Zimt ist gut für den Darm und wirkt entzündungshemmend)
  • dann das ganze zum kochen bringen und für ca. 8-10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich geworden sind
  • den gesamten Inhalt des Topfes in einen Mixer geben und pürieren bis ein feiner Mus entstanden ist, fertig! 😉

Der frische Apfelmus hält sich bis zu 5 Tage im Kühlschrank. Wenn Du eine große Menge an Äpfeln hast, dann kannst Du den frischen Apfelmus auch einwecken. Im kühlen Keller hält er sich dann über Monate…

Apfelpektin eignet sich aber auch als Geliermittel, um Marmelade herzustellen. Für ca. 1/2 l Pektin benötigst Du 3 kg  Äpfel und 1,5 l Wasser.

Und so gehts…

  • Äpfel wie oben in kleine Stücke schneiden
  • Wasser und Äpfel gibst Du anschließend in einen Topf, bringst diese zum Kochen und lässt es für ca. 30 Minuten leicht köcheln 
  • dann den Inhalt des Topfes in ein mit einem Tuch (Leinentuch, Passiertuch…) ausgelegtem Sieb leeren und etwa 24 Stunden in eine Schüssel abtropfen lassen, nicht drücken!

Den aufgefangenen Saft, kannst Du jetzt entweder direkt als Dicksaft trinken (sehr lecker), dieser hält sich auch ein paar Tage Kühlschrank oder

  • den aufgefangenen Saft in einen Topf füllen und um etwa die Hälfte einkochen und zwar soweit, dass ein richtig dickflüssiger Sirup entsteht. Dieses in Gläser füllen ( es hält etwa ein halbes Jahr) oder einfrieren.

Für Marmelade aus pektinarmen Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren, etc.. benötigst Du etwa 200 g Pektin-Sirup für 1 kg Früchte. Falls der Pektingehalt nicht zum gelieren ausreichen sollte, kannst Du zusätzlich Chiasamen hinzufügen.

Somit hast Du eine zuckerfreie und gesunde Marmelade wie zu Oma´s Zeiten, als es noch keinen Gelierzucker gab… 😉

Aber auch die Industrie weiß um die gesundheitlichen Vorteile von Pektin und hat dieses als Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt gebracht, wie z.B.

OMNi-LOGiC APFELPEKTIN

 

Alles Liebe

Deine

20 Comments on “Apfelpektin – das ideale Futter für Deine Darmbakterien! ;-)”

  1. Horst Westphal

    Liebe Erika, es ist jedesmal kenntniserweiternd und einfach umsetzbar, Deine Artikel zu lesen. Ich bin ja schon ein „alter Hase“ (und nicht nur meines Alters -75 J.- wegen) für Dich mit Bezug auf die Schwefelkur + Darmreinigung mit Bittersalz. Aber immer noch lerne ich dazu.
    Meinen grossen Dank und Dir alles Liebe, Dein Horst

    1. Erika West

      Lieber Horst, dass freut mich wirklich sehr zu hören! Ich wünsche Dir alles Liebe und viel Erfolg bei allem was Du noch ausprobierst…;-) LG Erika

  2. Livia

    Klasse. Seit ich vor 2 Jahren begann, zuckerfrei zu leben, stelle ich solchen Apfelmus, wie Sie ihn beschreiben, her. Ich habe noch 3-4 Nelken dazugegeben ;-). Schmeckt hervorragend! Freue mich, mich bestätigt zu wissen.
    Das Rezept mit dem Apfelpektin werde ich sofort umsetzen Danke!!!!

  3. valentina

    Genial! Mich würde noch interessieren: Apfelmus statt Ei … wie genau geht das? Z.B. für Milchreisauflauf mit Obst?

    1. Erika West

      Liebe Valentina, für einen Kuchen nimmst Du für jedes Ei einen Esslöffel Apfelmus, ob es auch bei einem Milchreisauflauf klappt, kann ich Dir leider nicht sagen…aber probiere es doch einfach mal aus… 😉 LG Erika

  4. Jacqueline Gianom

    Herzlichen Dank fürs teilen. Das ist eine super Idee mit dem Apfelpektinsirup und grad zur richtigen Zeit :-). Ich hab zwei Apfelbäume bei denen bereits Fallobst anfällt, was ich verarbeiten kann. Vielen Dank!
    Herzliche Grüsse Jacqueline

  5. Gabi

    Liebe Erika!
    Danke für die tollen Tipps !
    Kann man dafür auch die noch nicht so reifen Fallobst Äpfel verwenden ?
    Liebe Grüße, Gabi

    1. Erika West

      Liebe Gabi, ja auf jeden Fall, manche sagen, dass bei noch nicht ganz reifen Äpfeln der Pektingehalt sogar höher ist… 😉 LG Erika

  6. Savannah

    Ich bezweifle, dass Pillen die Lösung sind. Oft sind die einfachsten Methoden am hilfreichsten. Vielen Dank für diesen interessanten Blog!

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